Selbstverwirklichung und Erfolg

Selbstverwirklichung: So lebst du deinen Traum

Spürst du ein tiefes Gefühl in dir, dass du mehr vom Leben möchtest? Wir geben dir Tipps, worauf du auf dem Weg zur Selbstverwirklichung achten solltest.  

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Wie kann ich mich selbst verwirklichen? Foto: iStock/Rudzhan Nagiev

Ein Leben voller Zufriedenheit, Abenteuer und Selbstfindung – daran denken wir alle vermutlich regelmäßig. Wir leben in einer Zeit, in der Selbstverwirklichung großgeschrieben wird. In der wir den Wunsch haben, unsere Berufung zu finden und diese auch zu leben. „Do what you love“ – „Tue das, was du liebst“ steht auf mindestens einer Postkarte in einem Schreibwarenladen.

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Was ist Selbstverwirklichung?

Das Ziel der Selbstverwirklichung ist historisch gesehen relativ neu und wird erst seit den 1960er Jahren als Erfüllung angepriesen. In der Zeit davor, war es den Menschen meistens wichtiger, dass sie eine gute Arbeit hatten, Verantwortung für die Familie übernahmen und der Gesellschaft dienten. Doch heute reicht das vielen von uns nicht mehr aus, sie möchten ihre eigene, individuelle Selbstverwirklichung leben – vor allem im Beruf. Aber Selbstverwirklichung kann z. B. auch bedeuten: 

Doch wie gelingt der Weg der Selbstverwirklichung? Sollten wir beispielsweise einfach unseren Job kündigen und morgen mit einem Traum starten?

Selbstverwirklichung: Die Spitze der Bedürfnispyramide

Das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung heißt für jeden etwas anderes. Oft steckt aber der Wunsch dahinter, dass wir unsere ureigenen Talente entdecken und durch sie zeigen, wer wir wirklich sind.

In der Wirtschaftspsychologie ist die Definition der Selbstverwirklichung etwas anders. Der Begriff wird vor allem mit dem US-Amerikaner Abraham Maslow verknüpft, der in den 1940er bis 1960er Jahre untersucht hat, was Menschen motiviert. Für ihn stand die Selbstverwirklichung an der Spitze der „Bedürfnispyramide“. Sie würde uns maximal glücklich und zufrieden machen. Diese Theorie ist heute allerdings umstritten, weil Maslow zu wenig empirische Beweise mitgeliefert habe.

Aber sie wird weiter benutzt, weil sie uns zeigen kann, was wir auf dem Weg der Selbstverwirklichung bedenken müssen. Denn bevor wir unser ganzes Leben für einen Traum umwerfen, sollten wir uns bewusst machen, was die Urbedürfnisse des Menschen sind und welche Ängste sich in den Weg stellen können, wenn wir den Schritt nicht gut genug planen.   

Die Stufen der Bedürfnispyramide

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Die Bedürfnispyramide nach Maslow Foto: iStock/Marta Shershen

Maslow teilte seine Bedürfnispyramide in fünf Bereiche auf. Von unten beginnend heißen die Stufen:

1.     Grund- oder Existenzbedürfnisse

2.     Sicherheitsbedürfnisse

3.     Sozialbedürfnisse

4.     Anerkennung und Wertschätzung

5.     Selbstverwirklichung

Die ersten vier Bereiche beschreibt Maslow als Defizitbedürfnisse, die Selbstverwirklichung als Wachstumsbedürfnis. Wir können uns demnach der Spitze, der Selbstverwirklichung, erst widmen, wenn die anderen Bedürfnisse gestillt sind. Hier die Details:

1. Grund- oder Existenzbedürfnisse

Trinken, Essen und Schlafen. Wenn wir hungern oder dursten, ist uns erst einmal nur der Körper und seine Bedürfnisse wichtig. Niemand würde vermutlich in dieser Situation darüber nachdenken, wie schön es wäre, ein Bild zu malen. Deshalb ist für Abraham Maslow diese Stufe die Basis, auf der alles andere aufbaut: Wir müssen genährt sein, Luft atmen können und gesund sein, um für alles andere Raum zu haben.

2. Sicherheitsbedürfnisse

Auf dieser Ebene steht dabei der Wunsch nach Sicherheit im Fokus. Dabei geht es darum, wo wir wohnen, ob wir eine Arbeit und genug Geld zum Leben haben. Fast jeder Mensch braucht diesen Grad an Stabilität. Doch welche Motivation treibt uns danach weiter? Laut Maslow handeln wir nur engagiert, solange die nächstmöglichen Bedürfnisse noch nicht befriedigt worden sind.

3. Sozialbedürfnisse

Wir Menschen sind keine Einzelkämpfer:innen. Wir fühlen uns am wohlsten, wenn wir Teil einer Gruppe sind und von anderen anerkannt werden. Deshalb steht auf dieser Stufe der Wunsch nach Familie, Partnerschaft oder einer anderen Gemeinschaft, in der wir uns aufgehoben fühlen. Werden wir von anderen gesehen? Hilft uns jemand, wenn wir krank sind? Können wir mit jemanden reden, lachen und etwas unternehmen? Solche Fragen sind für die meisten von uns fundamental wichtig.

4. Anerkennung und Wertschätzung

In dieser vierten Stufe wird das „Ich“, das Ego in uns, zum ersten Mal laut. Wenn die vier unteren Stufen befriedigt sind, möchten wir unsere eigene Persönlichkeit stärker in den Vordergrund stellen. Einerseits können sich innere Wünsche, wie der Drang nach Unabhängigkeit, melden und andererseits sehnen wir uns nach Anerkennung und Erfolg von außen. Damit sind die vier wichtigsten Bedürfnisstufen erreicht und die Selbstverwirklichung wartet.

5. Selbstverwirklichung

Laut Maslow ist die Selbstverwirklichung ein Wachstumsbedürfnis. Das heißt, dass sie die absolut höchste Motivation im Leben ist, die aber nie zu einhundert Prozent erreicht oder gestillt werden kann. Für Maslow bedeutet sie die Ausschöpfung des eigenen Potentials. Kurz erklärt, ist das der Zustand, in dem wir ausleben, was wir können und was uns gleichzeitig tief erfüllt. Im Idealfall bekommen wir außerdem genug Geld und Anerkennung durch diese Selbstverwirklichung.

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Was lernen wir aus der Bedürfnispyramide?

Für unsere Selbstverwirklichung kann die Theorie von Maslow ein guter Abgleich mit der Realität sein. Denn manchmal ist es riskant, beispielsweise den sicheren Job für den Traum als Yoga-Lehrerin einfach zu kündigen.

In diesem Fall wäre zum Beispiel eine Teilzeit-Anstellung eine Möglichkeit, um auszuloten, wie gut es mit der Selbstständigkeit klappt.

Natürlich müssen wir dabei auch bedenken, dass wir Menschen unterschiedlich sind. Daher steht am Anfang der Selbstverwirklichung immer eine ehrliche Bilanz mit dem eigenen Charakter. Einige stürzen sich mit 500 Euro Sicherheit auf dem Konto in ein freies Leben und werden glücklich. Andere brauchen dagegen erst 100.000 Euro und eine Eigentumswohnung, um vorsichtig im Job zu reduzieren. Alles ist okay und darf sein.

Das Schöne an der Theorie von Abraham Maslow ist außerdem, dass die Selbstverwirklichung nie im ewigen, puren Glück enden wird. Das wäre auch schade, denn das Leben sollte immer ein Prozess sein, der uns weiter vorantreibt.

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