Familienverhältnisse

Schwiegermutter: So gelingt ein gutes Verhältnis

Wer sich gut mit ihr versteht, kann eine Verbündete für das ganze Leben finden. Wer Pech mit der Schwiegermutter hat, steht allerdings vor einem Problem – denn diese Frau gehört wahrscheinlich zu den wichtigsten Menschen des Partners. Wir verraten, warum ein gutes Verhältnis mit der Schwiegermutter Gold wert ist, was du dafür tun kannst und wie du Konflikten aus dem Weg gehst.

Eine Frau und ihre Schwiegermutter stoßen mit Wein an
Ein gutes Verhältnis zur Schwiegermutter wirkt sich positiv auf die Familiendynamik aus. Foto: iStock/Morsa Images

Schwiegermutter oder Schwiegermonster: Was trifft eher auf die Mutter deines Partners zu? Fakt ist: Sich mit ihr gutzustellen, kann dir nur Vorteile bringen. Häufig suchen Männer in ihren Partnerinnen (unterbewusst) Eigenschaften, die auch ihre Mütter haben – vielleicht kannst du dir hier noch das ein oder andere abschauen. Aber Vorsicht: Das „Bemuttern“ als solches kommt in einer Beziehung meist nicht gut an. Ansonsten kann deine Schwiegermutter dir bestimmt auch lustige Anekdoten von ihrem Sohn erzählen, dir er selbst längst vergessen hat. Oder sie zeigt dir, wie du sein Lieblingsessen perfekt kochst! Im Gegenzug springt sie dann bestimmt gerne ein, wenn ihr jemanden für die Kinder braucht – oder die Katzen.

Ein schlechtes Verhältnis mit der Schwiegermutter kann dagegen auch die Beziehung zu deinem Partner negativ beeinflussen. Denn für viele Menschen gilt: Die Familie steht an erster Stelle – wer versucht, sich dazwischenzudrängen, hat schlechte Karten. So sind schon einige Beziehungen wegen Problemen mit den Schwiegereltern in die Brüche gegangen. Soweit muss es nicht kommen.

Unsere Expert:innen helfen dir in deiner Situation. Vereinbare jetzt ein Gespräch und erfahre, wie du das Verhältnis mit deiner Schwiegermutter verbessern kannst.

Tipps für ein gutes Verhältnis zur Schwiegermutter

Bis hierhin und nicht weiter: Manchmal drohen Situationen mit der Schwiegermutter einfach zu eskalieren. Schlucke deinen Frust nicht herunter, sondern gehe die Probleme gemeinsam mit deine:r Partner:in an, bevor es zu spät ist.

Grenzen aufzeigen

Deine Schwiegermutter steht permanent unangemeldet vor der Tür, hat vielleicht sogar einen eigenen Schlüssel? Sie kontrolliert und kritisiert dich, wann immer es geht? Sie mischt sich in die Erziehung eurer Kinder ein und hält sich nicht an Absprachen? So etwas musst du natürlich nicht hinnehmen – auch wenn du dir ein gutes Verhältnis wünschst. Hier ist es ratsam, Grenzen zu ziehen und deinen Schwiegereltern – gemeinsam mit dem Partner – klarzumachen, dass diese nicht überschritten werden dürfen. Auf deinen Schwiegervater trifft das natürlich ebenfalls zu.

Offen kommunizieren

Bevor du das Gespräch mit deiner Schwiegermutter suchst, kannst du dich erstmal vertrauensvoll an deinen Partner wenden. Zum einen werden ihm die Probleme bereits bekannt sein, zum anderen kennt er sowohl dich als auch seine Mutter sehr gut. In manchen Fällen kann es schon genügen, die Themen einmal gemeinsam zu besprechen. Vielleicht ist deiner Schwiegermutter gar nicht bewusst, dass es ein Problem gibt. Hat sie dich mit einer Aussage verletzt? Kommuniziere das offen und ehrlich – aber bitte sachlich. Angriff ist hier definitiv NICHT der beste Weg zur Verteidigung.

Falls sie aber auf ihrer Meinung beharrt, dich nicht ernst nimmt oder immer wieder in alte Muster zurückfällt, kann ein gemeinsames Gespräch mit einem Experten helfen.

Aufeinander zugehen

Ihr habt euch ausgesprochen, vielleicht sogar einmal richtig in die Haare bekommen und du hast deinen Standpunkt klargemacht? Du hast deiner Schwiegermutter gesagt, dass Kommentare über deinen Kleidungsstil oder deine Figur dich verletzen? Oder dass du es absolut nicht okay fandest, dass sie deinem Kind ein Würstchen gegeben hat, obwohl es bei euch zu Hause kein Fleisch gibt? Sehr gut! Dann ist es nun an der Zeit, aufeinander zuzugehen – und irgendeiner muss den ersten Schritt wagen. Sei du diese Person. Das zeugt zum einen von Stärke und sendet gleichzeitig ein positives Signal an deine Schwiegermutter. Du möchtest dich mit ihr verstehen, bist nicht nachtragend und hast kein Interesse an Streit.

Wertschätzung vermitteln

Du bist genervt, weil deine Schwiegereltern immer alles bezahlen und auch deinem Kind keinen Wunsch abschlagen? Dabei möchtest du finanziell unabhängig sein und selbst für deinen Nachwuchs sorgen? Absolut verständlich! Deine Schwiegermutter und dein Schwiegervater meinen es bestimmt nur gut. Trotzdem kannst du ihnen sagen, dass du dich übergangen und bevormundet fühlst – solange du dabei sachlich und wertschätzend bleibst. Erkläre ihnen beispielsweise, dass du ihre Fürsorge sehr schätzt, du aber auch eigenständig sein möchtest.

Warum kommt es häufig zu Konflikten mit der Schwiegermutter?

Gerade für Mütter ist es oft schwer, ihre Söhne loszulassen – und sozusagen in die Obhut einer anderen Frau zu übergeben. Gerade bei einer neuen Partnerin können im Kopf der Schwiegermutter unzählige Fragen ablaufen: Kann sie sich genauso gut um ihn kümmern, wie ich? Wird sie gut für ihn sorgen? Weiß sie wirklich, was er braucht – auch, wenn er selbst es nicht weiß? Ist sie treu? Wird sie eine gute Mutter sein? Ist sie ehrlich? Und vor allem: Liebt sie meinen Sohn wirklich oder will sie ihn nur ausnutzen?

Falls du selbst Mutter bist, kannst du dich bestimmt gut in diese Sorgen hineinversetzen, oder? Eine Mutter möchte in der Regel schließlich immer nur das Beste für ihr Kind. Loszulassen ist schwer – und das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, kein schönes. Häufig sind hier Verlustängste, Konkurrenzverhalten und Eifersucht im Spiel. Vielleicht kannst du aber genau hier ansetzen: Zeige deiner Schwiegermutter, dass du sie nicht ersetzen möchtest – und dass auch du ihren Sohn sehr liebst. Denn damit habt ihr doch schon eine sehr große Gemeinsamkeit.

Du weißt nicht genau, wie du mit deiner Schwiegermutter umgehen sollst? Vereinbare ein Gespräch mit unseren Familien-Berater:innen und erhalte Unterstützung für deine persönliche Situation.

Diese Schwiegermutter-Typen gibt es

Ob liebevolle Schwiegermutter, nervige Schwiegermutter oder narzisstische Schwiegermutter: Man weiß nie, was man bekommt, wenn man sich auf eine neue Partnerschaft einlässt. Manchmal ist das wahrscheinlich besser…

Die liebevolle Schwiegermutter

Sie ist immer da, wenn ihr sie braucht. Sie hat immer ein offenes Ohr und ist für dich wie eine Freundin. Dann hast du den Schwiegermutter-Jackpot geknackt, denn von so einem Verhältnis können viele nur träumen. Du kannst dich glücklich schätzen.

Die nervige Schwiegermutter

Sie ruft mehrmals täglich an, bemuttert deinen Partner extrem und möchte euch jede Woche sehen? Puuuh, das klingt anstrengend. Es könnte aber auch schlimmer kommen, wie du gleich sehen wirst. Mit einer nervigen Schwiegermutter kann man noch umgehen, eine böse Schwiegermutter ist da schon ein größeres Problem. Versuche in diesem Fall, klare Grenzen zu setzen – liebevoll, aber bestimmt. Auf keinen Fall sollte sie sich ausgeschlossen fühlen, etwas Abstand ist aber auch wichtig.

Die narzisstische Schwiegermutter

Deine Kochkünste, deine Figur, dein Job oder deine Geschenke: Nichts ist gut genug und sie meckert an allem herum? Dann hast du eine toxische Schwiegermutter erwischt. Narzissten sind sehr dominant, behandeln andere Menschen von oben herab und machen sehr deutlich, dass sie sich für etwas Besseres halten. Auch die eigenen Kinder leiden nicht selten unter so einem Verhalten und dem Leistungsdruck. Hier hilft eigentlich nur Abstand.

Lerne, wie du gesunden Abstand zu deiner Schwiegermutter halten kannst, ohne dass deine Familie darunter leidet. Vereinbare jetzt ein unverbindliches Erstgespräch mit den Expert:innen von Aurea.

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