Spiritualität aus fernen Ländern

Schamane: Alles zur kosmischen Harmonie zwischen Diesseits und Jenseits

Viele Menschen setzen auch heute noch ihr Vertrauen in schamanische Heiler. Schamanische Weisheiten, Naturrituale aber auch spirituelle Reisen gehören dabei unter anderem zum Repertoire eines Schamanen.

Die Trommel eines Schamanen
Die Trommel hat im Schamanismus eine große Bedeutung Foto: iStock/desaart

Der klassische sibirische Schamanismus

Schamanismus ist ein oft genutzter Begriff und doch wissen nur wenige, was sich tatsächlich dahinter verbirgt. Lange bevor die ersten Labore und modernen Krankenhäuser ihre Pforten öffneten, waren schamanische Heiler in vielen Naturvölkern die wichtigsten Ansprechpartner bei Fragen zur seelischen und körperlichen Gesundheit. Auch die moderne Pharmakologie beruht im Kern auf der Lehre über Kräuter, Natur, Ernährung und auch die individuelle Erscheinung des Menschen. Der klassische sibirische Schamanismus geht auf tungusische Kulturen zurück. Als Vermittler zwischen Spiritualität und Gesundheit waren sibirische Schamanen bereits im 17. Jahrhundert hoch angesehene Medizinmänner mit beeindruckendem Wissen über Kräuterkunde, Ernährung und Natur. Noch heute beziehen zahlreiche Schamanen in der ganzen Welt ihr Wissen und ihre Fähigkeiten auf der Lehre des sibirischen Schamanismus.

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Moderne Schamanen und Heiler

„Modern“ und „Schamane“ – das passt doch gar nicht zusammen, oder? Tatsächlich gehen auch schamanische Weisheiten mit der Zeit und sind inzwischen sogar per Video oder Webinar verfügbar. Da sich die Bedürfnisse und Herausforderungen von Menschen über die Jahrzehnte hinweg verändert haben, sind auch die Anforderungen an Schamanen stets im Wandel. Moderner Schamanismus wird oft auch als „Neoschamanismus“ bezeichnet. Der Fokus liegt hierbei mehr auf einer aktiven Rolle der Person selbst, wobei der Schamane lediglich als unterstützende Kraft auf dem Weg zur Selbstfindung zur Seite steht. Moderner Schamanismus ist im Vergleich zum klassischen sibirischen Schamanismus in der Regel weniger durch Rituale oder Tinkturen geprägt und basiert vor allem auf Selbsterfahrung. In diesem Zusammenhang wird von den Ratsuchenden auch oft eine schamanische Reise unternommen. Das Ziel dieser Reisen ist meist die Stärkung der Verbundenheit mit der Natur und das Verstehen verschiedener Kulturen in der ganzen Welt. Beliebte Reiseziele sind Nepal, die Mongolei, Sibirien, der Baikalsee und Burjatien.

Wie Schamanen auch dir helfen können

Auch im Schamanismus gibt es Heiler mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Tatsächlich besuchen zahlreiche Menschen den Schamanen ihres Vertrauens nicht in erster Linie wegen Beschwerden, sondern um wieder mehr zu sich selbst zu finden, ihr Körpergefühl und ihre Wahrnehmung zu verbessern. Auch der Verlust geliebter Menschen wiegt für viele zu schwer, um diesen alleine zu verarbeiten, weswegen ein Schamane zurate gezogen wird. So bietet der Schamanismus Konzepte für körperliche Beschwerden wie Ermüdungserscheinungen, Verkrampfungen und auch Verdauungsprobleme an. Die seelische Gesundheit steht dabei im Vordergrund. Ausgeglichenheit, erholsamer Schlaf und eine positivere Grundeinstellung sowie mehr Naturverbundenheit und ein Fokus auf Ernährung und das eigene Leben sind die Schlüsselwörter erfolgreicher Behandlungen.

Was sind Online-Schamanen?

Wie auch in der Beratung durch Coaches oder Dozenten, gibt es Schamanismus inzwischen im Online-Format. So soll sichergestellt werden, dass auch Personen mit weniger Ressourcen für weite Anreisen sich bei Bedarf durch einen Schamanen unterstützen lassen können. Tatsächlich bietet ein Online-Schamane auch die Möglichkeit, fremde Kulturen und Leben per Video kennenzulernen, ohne dafür um die halbe Welt reisen zu müssen. Wichtig zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass ein Schamane nicht immer alle seine Weisheiten per Video übertragen kann. Ebenso kann bei Bedarf nach einem Online-Kennenlernen auch ein persönliches Treffen für schamanische Naturrituale wie Aroma- und Duft-Anwendungen fernab des Internets vereinbart werden.

Welche Formen von Schamanismus gibt es?

Schamanismus ist so vielfältig wie die Völker dieser Erde. In Anbetracht der vielen verschiedenen Klima- und Zeitzonen des Planeten hat der Schamane des jeweiligen Naturvolks auf Basis der ihm zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen unterschiedliche Rituale und Behandlungskonzepte entwickelt. Natürlich unterscheiden sich auch die Fragestellungen je nach Umgebung deutlich voneinander. So gab und gibt es nach wie vor in wärmeren Regionen gänzlich andere Beschwerdebilder als in kühleren, winterlichen Gebieten. Koreanisch und japanisch orientierter Schamanismus beispielsweise ist eher weiblich orientiert. Itako Schamaninnen sind in Japan überaus populäre Heilerinnen, die trotz ihrer Blindheit ein spirituelles Naheverhältnis mit auch für uns unsichtbaren Energieformen wahrzunehmen versprechen. Neben dem klassischen sibirischen Schamanismus hat sich vor allem der Schamanismus nordamerikanischer Ureinwohner bis in die Gegenwart gehalten. Weitere beliebte Schamanismus-Lehren sind:

  • Die Zulu Schamanen aus Südafrika

  • Die Shipibo Schamanen aus Ecuador

  • Die Yaqui Schamanen aus Mexiko

Die schamanische Trommel

Die schamanische Trommel ist wohl das berühmteste Utensil, das im Rahmen von schamanischen Ritualen tatsächlich sehr häufig genutzt wird. Sie geht vor allem auf die Völker Sibiriens und jene aus Zentralasien zurück. Dabei wurde die Trommel vor allem im Rahmen religiöser Zeremonien verwendet um das Leben, aber auch den Tod zu ehren. Doch was macht eine schamanische Trommel überhaupt besonders? Wichtig ist, dass die Trommel aus heiligem Baum gefertigt ist. Damit verknüpft sie das Diesseits mit dem Jenseits und gilt als symbolisches Reittier für die Kommunikation der zwei Sphären. Entsprechend wurden Trommeln auch bei Krankenheilungen aber auch Beisetzungen genutzt. Interessant ist, dass dieses Instrument in nahezu allen Naturvölkern zu finden ist. Auch geographisch voneinander weit entfernt liegende Gebiete wie Nordasien und Südafrika weisen archäologischen Funden zufolge eine Einbindung von Trommeln auf. In Südamerika sind beim Mapuche-Volk spirituelle Trommeln nach wie vor ein fester Bestandteil natürlicher Heilkunde.

Was ist dein schamanisches Krafttier?

Tiere sind seit jeher eine wichtige Säule des Schamanismus. Sie symbolisieren gemeinsam mit der Botanik die untrennbare Verbindung zwischen Menschen und dem Ökosystem. Der moderne Schamanismus hat mit den Krafttieren ein Konzept der vor allem im Amazonasgebiet zentralen Deutung von Tierwesen geschaffen. Inzwischen finden sich zahlreiche populistische Artikel zur Findung und Lesart von schamanischen Krafttieren. Wichtig ist, hier hervorzuheben, dass unterschiedliche Schamanismus-Formen auch ihre ganz individuellen Zugänge zu diesem Thema haben. Ein Krafttier spiegelt dabei in erster Linie deine Persönlichkeitseigenschaften, Herausforderungen, aber auch individuellen Ressourcen wie Resilienz wider. So stehen Eidechsen beispielsweise oft für Verträumtheit, während Wassertiere ein Verlangen nach Gemeinschaft und Fürsorge symbolisieren.

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Bedeutung des Namens im Schamanismus

Unser Name ist ein entscheidender Faktor der Wahrnehmung und hat durchaus Einfluss darauf, wie wir selbst und auch andere uns sehen. Nicht grundlos möchten zahlreiche Menschen lieber mit ihrem Spitznamen angesprochen werden. Auch Kindern werden kulturübergreifend oft verniedlichte Kosenamen gegeben, um die besondere Fürsorge den Kleinsten gegenüber hervorzuheben. Aufgrund der heutigen Namensvielfalt muss für jeden Namen die individuelle Bedeutung eruiert werden. Spirituelle Namen, die auch heute noch in den jeweiligen Naturvölkern gerne vergeben werden, basieren oft auf Sanskrit. Selbstverständlich gibt es aber auch spirituelle Bedeutungen hinter beispielsweise biblischen oder hinduistischen Namen. Eine Einbettung des örtlichen Sprachgebrauchs und der kulturellen Geschichte ist bei der schamanischen Namensdeutung daher sehr wichtig.