Lebenskrise

Midlife Crisis: Die Krise in der Lebensmitte

In der Mitte des Lebens beginnt für viele eine Zeit voller Zweifel. Wir klären hier auf, wen die Midlife-Crisis besonders trifft und wie man mit ihr umgeht.

Midlife Crisis
Von einer Midlife Crisis können beide Geschlechter betroffen sein. Doch Männer machen in der Regel leiden in der Regel mehr als Frauen und treffen drastischere Entscheidungen. Foto: dvulikaia/iStock

Was ist eine Midlife Crisis?

Wörtlich übersetzt bezeichnet Midlife Crisis eine Krise in der Lebensmitte des Menschen. Geprägt wurde der Begriff „Midlife Crisis“ in den 1950er Jahren vom kanadischen Psychoanalytiker Elliott Jaques. Psychologisch versteht man darunter eine „psychische Belastung“, die unter Umständen auch in eine ernsthafte Erkrankung, wie z.B. eine Depression münden kann. Einen festen Zeitpunkt, wann die Midlife-Crisis einsetzt, gibt es nicht. Die Krise tritt allerdings typischerweise im mittleren Alter zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf. In dieser Phase wird das ganze bisherige Leben kritisch hinterfragt: „Habe ich die richtigen Entscheidungen getroffen?" Oder auch „Habe ich den richtigen Weg eingeschlagen?“ Gleichzeitig stellen sich viele die Frage: „Wie soll mein Leben weitergehen?“

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Welche Symptome zeigen sich bei einer Midlife Crisis?

Meistens sind Betroffene in dieser Phase sehr unzufrieden mit sich und ihrem Leben. Das zeigt sich vor allem durch Stimmungsschwankungen, Grübeleien, innere Unsicherheit und Hinterfragen des bisherigen Lebens. Aber auch Angst, der Drang zur Veränderung, die hadern mit dem eigenen Äußeren, Schuldgefühle und Selbstzweifel sind Symptome dieser Lebenskrise. Diese Gefühle beziehen sich vor allem auf das familiäre, partnerschaftliche und berufliche Umfeld.

Wie lange daurt eine Midlife Crisis?

Bei vielen Menschen sinkt das Wohlbefinden ab Mitte 30 und erreicht mit Mitte 40 ein richtiges Tief. Danach nimmt die Zufriedenheit allerdings wieder stetig zu. Im Durchschnitt tritt die Midlife-Crisis um den 40. Geburtstag herum auf. Andere verspüren erst mit 50 erste Symptome. So unterschiedlich wie der Beginn ist auch die Dauer dieser Krise. Während einige Menschen über Jahre hinweg in dieser Phase festhängen und einen großen Teil ihrer Lebensmitte mit der Suche nach dem Sinn verbringen, dauert sie für manche hingegen nur kurz an.

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Haben auch Frauen eine Midlife Crisis?

Wenn es um das Thema  Midlife Crisis geht, wird in diesem Zusammenhang oft von Männern gesprochen. Doch Frauen und Männer haben gleichermaßen Probleme in der Lebensmitte. Frauen gehen generell aber anders mit solchen Phasen um. Das liegt daran, dass sie sich untereinander mehr austauschen und auch eher bereit sind, sich bei psychischen Problemen Hilfe zu holen. 

Und dennoch können auch Frauen eine Sinnkrise spüren. Sie fühlen sich ab ihrem 40. Lebensjahr plötzlich unsichtbar oder zeigen angesichts der Menopause Zeichen für eine Depression. Es kann aber auch schon in deutlich jüngeren Alter zu einer Krise kommen. So zeigt sich bei vielen Frauen auch schon ab 30 eine Form der Midlife-Crisis. Berufliche erfolgreiche Frauen haben sich zwar im Job etabliert, verspüren nun allerdings im Privaten eine Leere. 

Wie geht man mit einer Midlife Crisis um?

Jeder geht unterschiedlich mit der Bewältigung der eigenen Sinnkrise um. Manche, vor allem Männer kaufen sich ganz klischeehaft einen Sportwagen oder beginnen eine Affäre, andere ziehen sich eher zurück und brauchen viel Zeit für sich. Die individuelle Bewältigung dieser Phase kann die Beziehung zum Partner oder der Familie auf eine harte Probe stellen.   

Therapeuten raten in dieser Phase offen mit dem Partner über die Gedanken und Zweifel, um so auch transparent eine Lebensbilanz ziehen zu können. So kann eine notwendige Veränderung eingeleitet werden. Denn oft ist nicht die Vergangenheit das Problem, sondern das fehlen einer Perspektive.

Manchmal hilft es auch, seine Probleme mit einer außenstehenden Person zu besprechen – zum Beispiel mit den qualifizierten Coaches von Aurea. Sichere dir jetzt einen der begrenzten Beratungsplätze.

Wie kann ich meinen Parnter bei der Midlife Crisis unterstützen?

Diese aufwühlende Zeit sollte niemand allein durchstehen müssen. Wir haben deshalb ein paar Tipps zusammengefasst, wie du deinen Partner am besten durch die Midlife Crisis begleiten kannst.

1. Wünsche wahr werden lassen

Schlage deinem Partner vor, eine Liste zu erstellen: „Was habe ich bisher erreicht – und was sind meine Ziele?“ Das Schreiben hilft, das diffuse Gefühls-Chaos zu ordnen und sich klarzumachen, dass das bisher Erreichte etwas sehr Wertvolles ist. Gleichzeitig kann man Pläne schmieden, um auch die „Wunschliste“ in die Tat umzusetzen.

2. Jetzt mal ganz mit der Ruhe

Die gute Nachricht: Psychologen bestätigen, dass die Sinnkrise nachlässt und viele Menschen mit Ende 50 wieder genauso zufrieden sind wie mit 30. Bis dahin ist es allerdings wichtig, keine radikalen, übereilten Veränderungen vorzunehmen, die nicht wieder rückgängig gemacht werden können und die man später dann vielleicht bereut.

3. Gemeinsam fit werden

Vor allem die körperlichen Veränderungen machen Menschen in der Lebensmitte zu schaffen. Die Natur kann man zwar nicht stoppen, es liegt aber in unserer Hand, durch Bewegung und gesundes Essen viel für unser Wohlbefinden zu tun. Schlage deinem Partner vor, ein gemeinsames „Wir werden fit“-Programm zu starten. Das macht Spaß, und Erfolge zeigen sich schnell.

4. Die Krise als Chance nutzen

Grundsätzlich ist gar nichts falsch daran, gelegentlich sich selbst und sein Leben infrage zu stellen. Nur so deckt man lästige Gewohnheiten auf, bewertet Prioritäten, setzt neue Ziele. Wenn ihr Partner merkt, dass du seine Gefühle ernst nimmst und bereit bist, mit ihm darüber zu reden, ist das bereits eine große Hilfe.