Stressmanagement

Mental Load: Die unsichtbare Belastung der Frauen

Das Brot ist alle. Der nächste Zahnarzttermin für die Kinder ist fällig, und Opas Geburtstag steht vor der Tür. Besonders Frauen laufen Gefahr, durch das “Immer-an-alles-denken-müssen, irgendwann unter dem Mental Load zu leiden. Wir erklären, was Mental Load genau ist und wie man ihn reduzieren kann.

Mental Load
Vor allem Frauen sind vom Mental Load betroffen. Foto: fizkes/iStock

Was ist Mental Load?

Das Prinzip des Mental Load ist in vielen Familien zu finden: Einer – meist die Frau – übernimmt die Denkarbeit und kümmert sich um alles: Wann stehen wichtige Termine an? Wo ist was zu finden? Was schenken wir Oma zum Geburtstag? Derjenige ist aber auch Ansprechpartner für andere und nimmt Feedback auf zum Beispiel: „Ich fand das Abendbrot lecker,“ oder „Ich kann Karl nicht leiden.“ Diese unsichtbaren Aufgaben fallen zusätzlich zu den sichtbaren an, werden aber oft nicht explizit genannt oder geplant. Das belastende an dieser Situation ist, dass die Mutter oder Partnerin in den meisten Fällen die einzige Verantwortliche für diese Probleme ist. Auf Dauer kann diese Überbelastung mit mentaler Arbeit zu burn-out-ähnlichen Symptomen führt.

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Warum sind vor allem Frauen von Mental Load betroffen?

In den meisten Fällen sind vor allem Frauen vom Mental Load betroffen. Wir klären hier auf, woran das liegt.

1. Die Sozialisation

Frauen werden schon von klein auf darauf geprägt, für die Familie verantwortlich zu sein – unabhängig davon, ob die Mutter erwerbstätig ist oder nicht. Viele Mädchen sind in einem Haushalt aufgewachsen, in der noch die klassische Rollenverteilung herrscht, also der Mann für die finanzielle Versorgung zuständig ist und die Frau für die Erziehung und alles, was sonst noch im Alltag anfällt. Wer sich mit dem Thema Mental Load auseinandersetzen möchte, sollte daher einfach mal einen Blick in die eigene Vergangenheit werfen: Wer war damals eigentlich zu Hause und hat sich um die Kinder gekümmert? Wer war für die Planung von Familienaktivitäten zuständig? Wer hat sich um den Haushalt gekümmert?

2. Der eigene Perfektionismus

Für usnere Lieben soll einfach immer alles perfekt sein. Das Kind soll eine unvergessliche Geburtstagsfeier erleben, der nächste Urlaub soll einfach fabelhaft werden und zu Hause soll sowieso immer alles vor Sauberkeit und Ordnung strahlen. Kennst du solche Gedanken auch von dir? Dann solltest du dich fragen, ob Perfektionismus wirklich immer notwendig ist. Denn am Ende ist es den Beteiligten noch nicht einmal wichtig, ob das Thema des Geburtstags bis ins kleinste Detail umgesetzt wurde oder ob auf der Urlaubs-To-do-Liste wirklich jeder Punkt abgehakt wurde. Versuche deshalb so oft es geht, einen Gang zurückzuschalten und einfach die Zeit mit deiner Familie zu genießen.

3. Der „Dann mach ich es lieber selbst“-Gedanke

Der Partner weiß einfach nie, was er einkaufen soll? Dann fährst du doch gleich lieber selbst zum Supermarkt. Stopp! Auf diese Weise lernt dein Mann nie, sich eigenständig um etwas zu kümmern. Hab einfach etwas Geduld. Denn nur so lernt ihr beide mit dieser Situation besser umzugehen.

Wie lässt sich Mental Load reduzieren?

Da hilft nur reden und gemeinsam alles planen – wirklich alles. Also nicht nur deine Aufgaben, sondern auch seine. So behaltet ihr am besten einen Überblick. Wann muss das Auto zum TÜV? Wer kümmert sich um den Kuchen für Omas Geburtstag? Wer hilft beim Frühlingsfest im Kindergarten aus? Das klingt zwar sehr mühsam und nach sehr viel Arbeit, aber nur so kann sicher gestellt werden, dass sich beide mit allen Themen beschäftigen und sich gleichermaßen einbringen. Und ihr werdet sehen, mit der Zeit fällt es immer leichter. 

Sprecht in diesem Zug auch einmal über eure Prioritäten: Muss der Kuchen für den Geburtstag wirklich selbst gebacken sein oder kann man nicht auch einen beim Bäcker kaufen und hat so mehr Zeit mit den Kindern? Oder muss man wirklich bei jedem Kindergartenfest ganz vorn mit dabei sein oder reicht es auch einmal, sich nur um eine Aufgabe zu kümmern? Hier hilft der gemeinsame Austausch dabei, eigene Idealvorstellungen zu überdenken.

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Wie vermeidet man den Mental Overload?

Das wichtigste ist: reden. Oft ist dem Partner gar nicht bewusst, wie viel dieses „An-alles-Denken-Müssen“ beinhaltet. Deshalb sollten ihr einmal in der Woche aufschreiben, was die nächsten sieben Tage ansteht. Und dann überlegt euch sinnvoll, wer welche Aufgaben übernimmt. Derjenige, der dann zum Beispiel fürs Kochen verantwortlich ist, sollte sich dann auch um die Einkäufe kümmern. Und sind die Aufgaben erst einmal verteilt, dann sollte die Verantwortung auch losgelassen werde. Und seit nicht enttäuscht, wenn nicht gleich auf Anhieb alles funktioniert. Dann gibt es eine es eine Woche eben einmal nur Nudeln mit Tomatensoße. Wichtig ist: Macht euch keine Vorwürfe. Sag lieber klar und deutlich, was du dir fürs nächste Mal wünschst.

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