Jahreskreis

Keltischer Jahreskreis: Die Jahreskreisfeste und ihre Rituale

Samhain, Imbolc und Mabon: Die Kelten und Germanen feierten das Leben mit acht Festen. Noch heute wird die keltische Tradition, die uns tief mit der Natur verbinden soll, von vielen Menschen geehrt und zelebriert. Hier erfährst du alles über den Jahreskreis, die Bedeutung der Jahreskreisfeste und die passenden Rituale.

jahreskreisfest
Jahreskreisefeste haben etwas Magisches an sich. Foto: iStock/Constantinis

Leben und Tod, Sonne und Mond, Sommer und Winter: Unsere Welt steht nie still, alles befindet sich in einem harmonischen Kreislauf. Unsere Ahnen feierten dies mit acht Jahreskreisfesten, um mit der Natur im Einklang zu sein und die verschiedenen Phasen des Lebens zu feiern. Dabei gibt es vier große Hauptfeste: Samhain, Imbolc, Beltane und Lughnasadh. Der keltische Jahreskreis verrät dir, wann es Zeit für welches Fest ist.

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Wann beginnt der keltische Jahreskreis?

Der keltische Jahreskreis – oder vielmehr der Beginn des keltischen Jahres – ist am 1. November. Er wird mit Samhain eingeleitet, einem Mondfest, das traditionell zwischen dem 31. Oktober und 2. November gefeiert wird.

Es ist das wichtigste Fest der Kelten und läutet die dunkle Jahreszeit ein. Es folgen sieben weitere Jahreskreisfeste, die schließlich mit Mabon am 23. September enden. In unserer Tabelle erhältst du einen Überblick zu allen Festen, Daten und Bedeutungen.

Wie werden die Jahreskreisfeste gefeiert?

Es existieren viele Rituale und Zeremonien rund um die keltischen Jahreskreisfeste. Dazu gehören große Festfeuer, Räucherrituale, Tänze und Handarbeiten – vieles davon wird noch heute praktiziert.

Bei den keltischen Jahreskreisfesten geht es darum, mit sich im Kreislauf des Lebens zu bewegen, die Natur zu respektieren und mit ihr in Einklang zu leben, Altes hinter sich zu lassen und Neues zu begrüßen. Darum spielen die Jahreszeiten eine große Rolle. Nachfolgend erfährst du mehr über die verschiedenen Feste und Bräuche, die übrigens auch von Anhängern der Wicca-Religion (Wicca = Hexer) gefeiert werden.

Die 8 keltischen Jahreskreisfeste im Überblick

Insgesamt gibt es acht Jahreskreisfeste, wobei die Daten leicht variieren können. Wie du siehst, wechseln sich Sonnen- und Mondfeste immer ab. So gibt es jeweils vier keltische Sommerfeste und vier keltische Mondfeste.

Die Mondfeste markieren den Übergang von einer Jahreszeit zur nächsten, wohingegen die Sonnenfeste den Höhepunkt einer Jahreszeit symbolisieren.

Die 8 keltischen Jahreskreisfeste

Jahreskreisfest

Datum

Bedeutung

Art

Samhain (Allerheiligen)

31.Oktober – 2. November

Jahresende: Altes loslassen & Neues begrüßen, Tod & Neuanfang

Mondfest

Yule (Thomasnacht, Wintersonnwende)

21. Dezember

Besinnung: Die längste Nacht des Jahres, Beginn hellerer Tage

Mondfest

Imbolc (Brigid, Lichtmess)

1. – 2. Februar

Platz für Neues schaffen, Reinigung

Mondfest

Ostara (Tag- und Nachtgleiche Frühjahr)

19. – 21. März

Frühlingsbeginn: Aussaat & Wachstum, Aufblühen & Bewegung

Mondfest

Beltane (Maifest, Walpurgis)

30. April – 1. Mai

Walpurgisnacht: Liebe, Lust, Fruchtbarkeit & Sinnlichkeit

Mondfest

Litha (Sommersonnwende)

21. Juni

Fest der Sonne: Der längste Tag im Jahr

Sonnenfest

Lughnasadh (Lammas, Schnitterfest)

1. August

Ein erster Rückblick: Ernte und Dankbarkeit

Mondfest

Mabon (Tag-und Nachtgleiche Herbst)

23. September

Herbstbeginn: Dankbarkeit für die Ernte, Vorbereitung auf den Winter

Mondfest

1. Samhain: Ein neues Kapitel

Mit Samhain feierten die Kelten das Ende des Sommers und den Beginn des neuen Jahres. Symbolisch wurden in der Nacht vor Samhain daher alle Feuer gelöscht, um eine Art Schlussstrich zu ziehen. Das Anzünden neuer Feuer markierte den Start ins neue Kalenderjahr.

2. Yule: Die Sonne erwacht

Jul ist nicht nur die längste Nacht des Jahres, sondern galt im Keltentum auch als Geburt der Sonne – denn mit der Wintersonnenwende werden die Tage wieder heller. Das Fest war geprägt von Zuversicht und wurde mit Licht und Feuer zelebriert. Grüne Zweige (z. B. Mistelzweige) als Schmuck im Haus waren typisch – ein Brauch, der sich bis heute durchgesetzt hat.

3. Imbolc: Platz für Neues

Zeit für einen Frühjahrsputz – denn um den Winter aus dem Haus zu treiben, ist dies tatsächlich ein typischer Imbolc Brauch. Das Jahreskreisfest steht für die Zeit des Aufblühens und den Beginn des Frühlings. Auch das Verstreuen von Salz und Birkenzweigen im Haus dient der Reinigung und Erneuerung.

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4. Ostara: Fruchtbarer Frühling

Das Jahreskreisfest Ostara, benannt nach der germanischen Frühlingsgöttin, markiert die erste Tag- und Nachtgleiche. Nach diesem Datum sind die Tage länger hell als dunkel. Ostara steht daher im Zeichen von Licht, Fruchtbarkeit und Auferstehung – hier gibt es viele Parallelen zum christlichen Osterfest, wie das Ei als Symbol für Geburt.

5. Beltane: Rauschende Walpurgisnacht

Die Walpurgisnacht steht ganz im Zeichen der Fruchtbarkeit. Anlässlich Beltane wurden große Feuerfeste veranstaltet und auch der Maifeiertag, wie wir ihn heute kennen, ist auf die keltische Tradition zurückzuführen.

6. Litha: Freudentänze um das Feuer

Litha bedeutet Licht und ist uns auch als Mittsommerfest bekannt. Als Höhepunkt des Sommers, markiert die Sommersonnenwende den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Die warme Jahreszeit wurde ausgiebig mit einem großen Freudenfeuer und Opfergaben (z. B. Blumen), die hineingeworfen wurden, zelebriert. Auch Tänze um die Flammen gehörten dazu.

7. Lughnasadh: Die erste Ernte

Mit Lughnasadh wird der Reichtum der ersten Ernte zelebriert – diese führten die Kelten traditionell sogar während des Mondfestes durch. Auch als Lammas oder Fest des Brotes bekannt, gleicht es dem Erntedankfest. Typische Rituale: Brot backen, Kornpuppen basteln und Bier trinken.

8. Mabon: Erntedankfest

Nach der Tag- und Nachtgleiche des Herbstes werden die Nächte wieder länger, es wird ruhiger. Das Jahreskreisfest steht im Zeichen von Dankbarkeit, ähnlich wie bei Lammas. Früher wurden auf den Feldern Opfergaben hinterlassen, um die Götter gnädig zu stimmen.

Die Bedeutung des keltischen Jahreskreises für unser Leben

Die keltischen Jahreskreisfeste beziehen sich aber nicht nur auf den Kreislauf der Erde, sondern auch auf die Entwicklung eines Menschen innerhalb seines Lebens. So lassen sich die vier größten Feste auf die vier Lebensphasen übertragen:

  1. Imbolc steht für die Kindheit und das Erwachen des Bewusstseins

  2. Beltane verkörpert das Heranwachsen und den Eintritt in eine neue, aufregende Welt

  3. Lugnasad symbolisiert nicht nur die Erntezeit, sondern auch die menschliche Reife

  4. Samhain ist der Übergang zwischen Tod und Leben