Wohlbefinden und Gesundheit

Heilwasser: So kann es bei Beschwerden helfen

Wasser aus bestimmten Quellen wird eine natürliche Heilwirkung nachgesagt. Wir erklären dir, warum Heilwasser so gesund ist und wie es bei Beschwerden helfen kann.

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Heilwasser soll sogar Krankheiten lindern. Foto: iStock/swissmediavision

Wusstest du, dass der Mensch zur Hälfte nur aus Wasser besteht? Unser Körper baut mit der Flüssigkeit Zellen auf, zersetzt Nahrung, transportiert Blut, Harn und Schweiß und kühlt unser System. Ohne Wasser gäbe es also kein Leben in uns.

Deshalb ist es für uns so entscheidend, dass wir regelmäßig und viel trinken. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt mindestens eineinhalb Liter pro Tag. Doch was ist der Unterschied zwischen den Wassersorten? Und was macht Heilwasser so besonders?

Heilwasser: Naturmedizin aus der Heilquelle

Ein Heilwasser stammt aus einer ursprünglichen, unterirdischen Quelle und gelangt durch Gesteinsplatten nach oben. Heilwasser muss direkt an der Quelle abgefüllt werden. Es ist in Deutschland offiziell kein Lebens-, sondern ein Arzneimittel, was als solches vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen werden muss. Heilwasser ist jedoch frei verkäuflich, also weder rezept- noch apothekenpflichtig. Das Besondere an Heilwasser ist die Zusammensetzung der Mineralien und Spurenelemente, die Beschwerden beheben, lindern oder gar nicht erst entstehen lassen soll. Heilwasser wird nicht nur getrunken, sondern zum Beispiel auch für Tinkturen, zum Inhalieren oder Baden verwendet.

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Die Geschichte des Heilwassers

Wasser als Heilung gegen Beschwerden – davon waren die Menschen schon lange überzeugt. Schon zu Goethes Zeiten soll es Anleitungen für Trinkkuren gegeben haben und im 19. Jahrhundert wurde Heilwasser zum ersten Mal in Flaschen verschickt. Auch, wenn die Menschen damals die biochemischen Prozesse noch nicht verstanden haben, wussten sie trotzdem, dass Wasser eine große Kraft für uns hat.  

Woran erkennst du ein Heilwasser?

Zurzeit gibt es 25 zugelassene Heilwasser-Marken in Deutschland. Da alle offiziell wissenschaftlich untersucht und behördlich zugelassen werden müssen, kannst du nicht aus Versehen zu einem Heilwasser greifen, das keines ist. Ein Heilwasser ist immer als solches auf dem Etikett deklariert. Dort findest du auch Angaben zu den Mineralien und Dosierungsempfehlungen.

6 Beschwerden, die Heilwasser lindern kann

  1. Sodbrennen, Reizdarm, saurer Magen: Dein Magen ist übersäuert, du musst aufstoßen und fühlst dich nicht wohl? Der Grund ist vermutlich zu viel Magensäure. In diesem Fall kann Heilwasser mit einem möglichst hohen Hydrocarbonat-Gehalt über 1.300 Milligramm pro Liter helfen, denn es bindet die Säure. Wenn du akute Schmerzen hast, trinkst du das Heilwasser idealerweise vor und während der Mahlzeiten, insgesamt kannst du auf eineinhalb Liter pro Tag kommen und andere Getränke reduzieren.

  2. Verstopfung: Über Darmbeschwerden reden die wenigsten gern, aber die meisten von uns leiden regelmäßig unter Verstopfung oder Durchfall. Bei einer Verstopfung kann ein Heilwasser mit viel Sulfat (1.200 Milligramm pro Liter) die Beschwerden lindern. Es regt die Darmtätigkeit an und macht den Stuhl weicher. In einer Studie tranken 100 Teilnehmer:innen täglich einen Liter sulfathaltiges Heilwasser und hatten bereits nach drei Wochen weniger Verstopfungen.

  3. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Migräne, Kopfschmerzen: Magnesium ist ein wichtiger Baustein für unseren Energiestoffwechsel, gerade Muskeln und Nerven benötigen das Mineral. Daher kann ein Mangel zu Krämpfen, Müdigkeit, aber auch zu Kopfschmerzen oder Migräne führen. Ein Heilwasser (ab 100 Milligramm pro Liter) kann bei einem Magnesium-Mangel, aber auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen unterstützen. Zudem wird es Sportlern und Schwangeren häufig empfohlen.  

  4. Blasenentzündungen, Harnwegsinfektionen: Viel Trinken ist bei einer Blasenentzündung der beste Tipp. Heilwasser kann zusätzlich helfen, um die Bakterien im Körper auszuschwemmen. Ein Wasser mit viel Sulfat (ab 1.200 Milligramm pro Liter) macht den Harn sauer und ist beispielsweise ein gutes Mittel gegen E-Coli-Bakterien. Ein Heilwasser mit Hydrogencarbonat (ab 1.300 Milligramm pro Liter) reduziert dagegen Säuren und entzieht Bakterien, die dieses Milieu lieben, die Grundlage.  

  5. Osteoporose: Bei dieser Erkrankung sinkt die Stabilität der Knochen. Da Kalzium ein wichtiger Bestandteil der Knochen ist, kann ein Heilwasser mit diesem Mineral (250 bis 400 Milligramm pro Liter) unterstützen. Ein Liter täglich ist die Empfehlung bei Osteoporose.

  6. Zahnprobleme: Fluorid ist ein wichtiges Spurenelement, um unseren Zahnschmelz aufzubauen und ihn stark gegen Karies zu machen. Ein Heilwasser mit Fluorid (ein Milligramm pro Liter) kann die Konzentration im Speichel erhöhen. Wenn du Zahnprobleme hast, kannst du circa einen Liter von diesem Heilwasser täglich trinken.

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Darf man Heilwasser wie normales Wasser trinken?

In diesem Punkt gehen die Meinungen auseinander. Einige Expert:innen finden es unbedenklich, jeden Tag Heilwasser zu trinken und andere Getränke, wie normales Mineralwasser, weglässt.

Andere sind dagegen vorsichtiger. Ein Heilwasser gilt, wie oben beschrieben, als Arzneimittel und sollte nach der Meinung einiger Expert:innen bewusst, kontrolliert und zeitlich begrenzt getrunken werden. Wenn du eine Vorerkrankung, zum Beispiel ein Nierenproblem hast, frag am besten deinen Arzt oder deine Ärztin, wie du das Wasser dosieren solltest. Auf den meisten Heilwasser-Flaschen findest du zudem eine Trinkempfehlung auf dem Etikett.

Du könntest das Heilwasser aber auch als Trinkkur anwenden und es nur für eine bestimmte Zeit täglich zu dir nehmen. Viele schwören beispielsweise während des Heilfastens darauf.

Was ist der Unterschied zu Leitungs- und Mineralwasser?

Das Wasser, das wir täglich zum Duschen, Trinken oder Kochen benutzen, bezeichnet man in Deutschland richtigerweise als Trinkwasser. Ungefähr 60 Prozent des Leitungswassers, stammt aus dem Grundwasser, der Rest kommt zu rund 30 Prozent aus Oberflächengewässern und zu rund zehn Prozent aus Quellen. Die Aufbereitung ist streng geregelt, deshalb kannst du das Wasser bedenkenlos täglich trinken. Allerdings enthält es kaum Mineralien, die uns bei bestimmten Beschwerden helfen können. Ein Heilwasser ist es daher nicht.

Mineralwasser stammt wie Heilwasser aus unterirdischen Wasservorkommen, ist aber rechtlich gesehen ein Lebensmittel. Was die Verarbeitung von Mineralwasser angeht, sind die Vorschriften ebenfalls streng. Es ist nur erlaubt, Eisen- oder Schwefelverbindungen aus dem Wasser zu lösen und das auch nur ohne chemische Verfahren. Genau deshalb sprechen wir von „der ursprünglichen Reinheit“. Mineralwasser enthält, wie der Name schon sagt, wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente, die der Körper zum Beispiel durch die Atmung oder Schwitzen verliert. Da es aber weniger Mineralien enthält, ist es offiziell kein Heilwasser.