Spiritualität

Das dritte Auge: So nutzt Du dein Stirnchakra

Das dritte Auge, auch bekannt als Stirnchakra, inneres Auge oder Sitz der Seele, ist eine Wahrnehmungsform, die im Hinduismus und im Kundalini Yoga eine wichtige Rolle spielt. Dieses unsichtbare Auge befindet sich in der Mitte deiner Stirn. Es wird zum Beispiel häufig mit höheren Bewusstseinsebenen, Visionen oder hellseherischen Fähigkeiten assoziiert.

Frau legt den Finger an ihr drittes Auge
Das dritte Auge kann mit Hilfe von Meditation oder Kristallen wie dem Angel Aura geöffnet werden. Foto: iStock/max-kegfire

So öffnest Du Dein Stirnchakra

Auch wenn dem dritten Auge vor allem in spirituellen Praktiken eine hohe Bedeutung zugemessen wird, hat es seinen Ursprung in etwas ganz Körperlichem – nämlich der Zirbeldrüse. Falls Du dich also jemals gefragt hast, warum das dritte Auge auf der Stirn sitzt, so wie es in vielen Zeichnungen dargestellt wird, geht auch das auf die Zirbeldrüse zurück. Diese Drüse ist nämlich Teil deines Mittelhirns, das in der Kopfmitte angesiedelt ist und eine augenähnliche Form hat. In deinem Körper produziert die Zirbeldrüse Melatonin, das Schlafhormon. Außerdem gibt sie das Molekül Dimethyltryptamin ab, ein Neurotransmitter mit stark halluzinogenen Eigenschaften. Die Zirbeldrüse wird vor allem im Schlaf oder bei der Meditation aktiv, sodass sie gerade dann dieses Molekül ausschüttet. Deshalb ist es keine Seltenheit, zum Beispiel beim meditativen Yoga visionenartige Wahrnehmungen oder Halluzinationen zu erleben. Neben dieser eher wissenschaftlichen Erklärung für das Sehen mit dem inneren Auge hat es auch in Religionen und Kulturen wie dem Hinduismus eine besondere Bedeutung. So wird das Stirnchakra häufig auch als „Sitz der Seele“ bezeichnet, ein Begriff, der auf den französischen Philosophen René Descartes zurückgeht.

Bei erwachsenen Menschen ist das dritte Auge häufig blockiert und nur schwer wahrzunehmen. Ein Anzeichen dafür kann beispielsweise sein, dass es dir schwerfällt, deiner inneren Stimme zu folgen oder auf deine Intuition zu hören. Glücklicherweise gibt es verschiedene Methoden, um dein inneres Auge aufzuwecken. Da das Stirnchakra eng mit deinem Körper und Geisteszustand verbunden ist, kannst du es auch durch körperliche Betätigung öffnen und eine bewusstere Wahrnehmung trainieren. Wie öffnet man also das dritte Auge?

Integriere Yoga-Übungen und Meditationen in deinen Alltag

Eine besonders gute Möglichkeit sind Yoga-Übungen in Kombination mit Meditationen. Insbesondere die Strömung des Kundalini Yoga praktiziert spezielle Übungen zur Öffnung des dritten Auges. Auch du kannst diese Übungen erlernen und mit einer ganz einfachen Meditation starten. Wenn du das nächste Mal einen ruhigen Moment hast, such dir einen Ort frei von Ablenkungen und probiere folgende Übung:

  1. Schritt: Setze dich in eine bequeme Position wie den Lotussitz, in der du eine Weile ausharren kannst.

  2. Schritt: Fokussiere nun Deine Konzentration auf die Stelle deiner Stirn, die mittig zwischen Augenbrauen und Haaransatz sitzt.

  3. Schritt: Versuche, dir Dein inneres Auge bildlich vorzustellen, spüre in dein Stirnchakra hinein.

Durch diese simple Übung steigerst du die Wahrnehmung deines inneren Auges, das auch gerne Ajna Chakra genannt wird. Es wird dir immer leichter fallen, es zu aktivieren, je öfter du es bewusst wahrnimmst. Neben dieser einfachen Übung für den Einstieg gibt es auch spezielle Chakra-Meditationen, die darauf ausgelegt sind, deine Chakren zu erspüren und zu aktivieren.

Praktiziere Achtsamkeitsübungen

Eine weitere Möglichkeit, dein drittes Auge zu öffnen und das Sehen damit zu fördern, sind Achtsamkeitsübungen. Versuche, in jedem Moment präsent zu sein und deine Umgebung aktiv und genau wahrzunehmen. Dazu gehört auch, deine Umgebung zu beobachten, ohne gleichzeitig zu werten. Viel zu häufig beschäftigen wir uns damit, ein Urteil über das zu fällen, was uns umgibt, ohne es eigentlich richtig wahrzunehmen. Das Gleiche gilt auch für dich selbst. Trainiere, dich und dein Handeln achtsam wahrzunehmen, ohne gleich gut oder schlecht darüber zu urteilen. Lerne, nicht nur wahrzunehmen, sondern auch anzunehmen.

Eine weitere Achtsamkeitsübung kann auch sein, einen täglichen Spaziergang in deinen Alltag zu integrieren, auf dem du versuchst, Neues in deiner Umgebung zu sehen und zu erspüren. Indem du dich auf dein Umfeld fokussierst, steigerst du nach und nach nicht nur Deine Konzentration, sondern auch deine Fähigkeit, im Hier und Jetzt zu leben. Einen ähnlichen Effekt kannst du durch kreative Tätigkeiten wie Malen, Musizieren oder Schreiben erreichen. Nicht umsonst berichten Künstler, Musiker und Autoren häufig von einem meditativen Zustand, der sie bei ihrer Arbeit überkommt.

Wenn du Entscheidungen triffst, spüre in dein Bauchgefühl hinein und höre auf deine innere Stimme. Es ist diese innere Stimme, die unmittelbar mit Deinem dritten Auge verbunden ist. Sie ist immer schon ein Teil von dir – es braucht lediglich etwas Übung, damit du sie deutlicher wahrnehmen kannst.

Achte auf eine gesunde und ausgewogene Lebensweise

Neben diesen Übungen, die du in deinen Alltag einbauen kannst, ist aber auch ein gesunder Lebenswandel wichtig. Beispielsweise kannst du dein drittes Auge durch eine ausgewogene Ernährung und einen festen Schlafrhythmus unterstützen. Denn nur, wenn Dein Körper gesund und ausgeglichen ist, kann dein Geist befreit deine Umwelt und dein Inneres wahrnehmen.

Kinder und das dritte Auge

Die Zirbeldrüse und das dritte Auge sind bereits bei Kindern und jungen Erwachsenen vorhanden, tatsächlich sind sie bereits bei der Geburt ausgebildet. Ganz ähnlich wie unsere Fantasie ist auch das dritte Auge in jungen Jahren aktiver als im Erwachsenenalter. Das hat sowohl physiologische Gründe als auch Ursachen im Erwachsenwerden und Lebensstil. So schüttet die Zirbeldrüse vor der Pubertät noch deutlich mehr Melatonin aus als danach. Dadurch fällt es Kindern wesentlich leichter, ihr Unterbewusstsein aktiv wahrzunehmen, mit ihrem geöffneten dritten Auge zu sehen und auf ihre innere Stimme zu hören. Bei uns Erwachsenen ist das Ajna Chakra dagegen häufig blockiert. Stress, schlechte Ernährung oder mangelnde Achtsamkeit können dazu führen, dass sich das dritte Auge nach der Pubertät immer mehr und mehr verschließt.

Aktiviere dein drittes Auge mit unserer Hilfe

Vielleicht erinnerst du dich noch zurück an deine Kindheit. Alles schien viel unbeschwerter, deine Tage waren weniger geprägt von Stress, du konntest voll und ganz im Moment leben. Je mehr Verantwortungen und Aufgaben du im Laufe der Zeit aber übernimmst, desto schwerer fällt es dir, dich auf dein Hier und Jetzt einzulassen und dein Umfeld wahrzunehmen. Indem du lernst, dein drittes Auge zu öffnen, kannst du dich selbst dabei unterstützen, ein Stückchen dieser Unbeschwertheit zurückzuerlangen. So hilft dir das Stirnchakra beispielsweise dabei, dich stärker auf deine Intuition und dein Bauchgefühl zu verlassen. Dir wird es leichter fallen, deine eigenen Gefühle wahrzunehmen, aber auch die von anderen. Durch regelmäßige Meditations- oder Yogaübungen steigerst du außerdem deine Konzentrationsfähigkeit und deine Achtsamkeit. Auch wird dem Ajna Chakra eine gewisse Selbstheilungskraft zugeschrieben.

Wenn du erlernen möchtest, wie du dein drittes Auge nicht nur aktivieren und trainieren kannst, sondern auch, wie du deine innere Wahrnehmung verbesserst, unterstützen dich unsere erfahrenen Berater:innen dabei! Sie können dich beispielsweise dabei begleiten, dich in die Themen Achtsamkeit und Wahrnehmung einzufinden. Bist du auf der Suche nach mehr praktischen Übungen, die du in Deinen Alltag integrieren kannst? Auch hier stehen dir unsere Berater:innen mit Rat, Tat und ihrem großen Erfahrungsschatz zur Seite.

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