Dankbarkeit

Dankbarkeit: Dein Weg zu mehr Zufriedenheit und Glück

Dankbarkeit hat eine Kraft, die unsere Einstellung zum Leben verändern kann – wir können durch sie positiver, zuversichtlicher und sogar gesünder werden. Wir zeigen dir, wie du dankbar sein trainieren kannst und so langfristig glücklicher wirst.

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Dankbarkeit bedeutet, das Glück in den kleinen Dingen zu finden. Foto: iStock/Studio4

Warum Dankbarkeit so wichtig ist

Die Evolution hat uns leider ein paar schwierige Dinge hinterlassen: Eine davon ist, dass wir uns häufig eher auf negative Sachen fokussieren. Im Laufe des Tages denken wir oft über Dinge nach, die uns fehlen. Wir erleben diesen Mangel ganz intensiv und sorgen uns deswegen. Dabei übersehen wir die vielen Dinge, die in unserem Leben schön sind und gut funktionieren.

Dieses Verhalten hat in der Eiszeit Sinn gemacht, als die Menschen noch jagen gingen und Angst hatten, dass ihnen ein Säbelzahntiger über den Weg laufen könnte. Ihr Leben war so voller Gefahren, dass es schlicht überlebensnotwendig war, sich auf potenzielle Bedrohungen zu konzentrieren.

Doch inzwischen hindert uns dieser Automatismus daran, das kleine Glück im Alltag zu spüren und optimistisch zu sein. Das Gute aber ist, dass dies nicht so bleiben muss: Wer dankbar ist im Leben, kann den Blick verändern und mehr Glücksgefühle zulassen.

Lass dir am besten von unseren erfahrenen Coaches zeigen, was Dankbarkeit für dich persönlich bedeutet und wie du sie effektiv in deine täglichen Routinen mit integrieren kannst.

Was ist Dankbarkeit?

Dankbar sein – das haben wir vermutlich alle als Kind gelernt. Wer ein Geschenk bekommt, sagt brav danke. In diesem Fall sprechen Expert:innen allerdings von Dankesschuld, nicht von Dankbarkeit. Bei der Dankesschuld geht es darum, dass sich jemand gegenüber einem anderen Menschen verpflichtet fühlt, Dankbarkeit auszudrücken. Diese Form löst jedoch keine positiven Gefühle aus.

Die große Kraft steckt in der anderen Form der Dankbarkeit. Bei ihr denken wir an die positiven Dinge in unserem Leben und erkennen ihren Wert an. Wir nehmen sie nicht als selbstverständlich hin, sondern beginnen, sie zu schätzen. Beispiele können sein: 

  • Gesundheit

  • unsere Partner:innen, die Kinder, die Familie, Freundinnen und Freunde, die Nachbarn 

  • die eigene Kraft

  • jeden – noch so kleinen – Erfolg

  • Zeit für die eigenen Bedürfnisse

  • das gute Ende einer Krise

  • Dankbarkeit für glückliche Zufälle

  • schöne Gespräche, ein Lächeln, einen Rat, der Mut gemacht hat

  • Natur, ein Tier, einen schönen Spaziergang etc.

  • die täglichen Mahlzeiten

  • die Sicherheit im eigenen Leben, in unserem Land

  • Dankbarkeit für das Leben allgemein und jeden einzelnen Tag

Diese Form der Dankbarkeit ist in fast allen großen Religionen verankert. Aber sie wurde zudem um die 2000er-Wende in der sogenannten „Positiven Psychologie“ intensiv erforscht.

Wie Dankbarkeit unsere Sicht auf die Dinge verändert

Eine sehr wichtige Untersuchung zum Thema Dankbarkeit starteten 2003 die US-Amerikaner Robert Emmons und Michael Mc Cullough. Für ihre Studie teilten sie Proband:innen in drei Gruppen auf. Die Teilnehmer:innen der ersten Gruppe sollten einmal pro Woche fünf Dinge notieren, für die sie dankbar wären. Die zweite Gruppe schrieb negative Dinge auf und die dritte Gruppe konnte Positives und Negatives festhalten. Zusätzlich beantworteten alle Fragen zu ihrem geistigen und körperlichen Wohlbefinden. Die Untersuchung lief insgesamt über zehn Wochen.

Das Ergebnis war, dass die Teilnehmer:innen der „dankbaren Gruppe“ am Ende zufriedener mit ihrem Leben und körperlich gesünder waren. Außerdem blickten sie zuversichtlicher in die Zukunft.

Insgesamt haben Dankbarkeit und Dankbarkeitsübungen laut der Forschung diese positiven Effekte:

  • Sie kann die Verbundenheit zwischen Menschen stärken und die Hilfsbereitschaft erhöhen.

  • Das Risiko für einen Herzinfarkt kann bei dankbaren Menschen sinken.

  • Dankbarkeit kann Stress senken.

  • Wer dankbar ist, hat oft weniger Schlafstörungen.

  • Dankbarkeit kann bei Depressionen helfen.

  • Dankbar zu sein kann Angst reduzieren.

  • Wer dankbar ist, hat mehr Freude an den kleinen Dingen.

Dankbarkeit kann uns also im Leben zufriedener, gesünder, glücklicher und selbstbewusster machen. Durch sie erkennen wir, dass uns das Leben eine große Auswahl an Möglichkeiten bietet. Denn jeden Tag gibt es auch kleine Wunder: Einen Sonnenstrahl, der durch die Bäume fällt, das Glück unserer Freundschaften oder die Liebe, die uns ein Haustier schenkt.

Wie können wir Dankbarkeit erlernen?

Das Schöne ist, dass wir sofort starten können. Dankbarkeit braucht keine Vorbereitung: Sie ist nur eine Entscheidung entfernt. Du kannst dir also vornehmen, jeden Tag bewusst auf Dinge zu achten, die eine Bereicherung für dich sind. Etwas, was dir begegnet oder was du selbst an dir erkennst, wie beispielsweise deine eigene Stärke in einer bestimmten Situation.

Dabei stellst du dir vielleicht die Frage: Wem gegenüber soll ich eigentlich meine Zufriedenheit ausdrücken? Achte darauf, was sich für dich gut anfühlt. Du kannst einer höheren Instanz dankbar sein, wie beispielsweise einem Gott, einem Schutzengel oder dem Universum. Wenn das nicht zu dir passt, ist es auch okay, wenn du deiner eigenen Kraft dankbar bist. Oder du stellst dir in Gedanken eine Vertrauensperson aus dem wahren Leben vor, der du innerlich von deiner Dankbarkeit erzählst.

Unsere erfahrenen Berater:innen vermitteln dir gern einige bewährte Dankbarkeits-Tipps aus vielen Jahren Coaching-Erfahrung. Einfach auf Aurea registrieren, Beratung beginnen und 30 € Startguthaben sichern.

Dankbarkeitsübungen für den Alltag

Dankbar sein kannst du ganz einfach lernen und im Alltag trainieren - und dafür brauchst du nicht mal viel Zeit. Wir haben dir die besten Tipps zusammengestellt, wie du Dankbarkeitsroutinen in dein Leben integrieren und festigen kannst.

Dankbarkeitstagebuch als Abendroutine

Die einfachste Dankbarkeitsübung ist das Tagebuch. Dafür kannst du jeden Abend, zum Beispiel vor dem Schlafengehen, drei bis fünf Dinge notieren, für die du dankbar bist. Belasse es danach dabei. Schreibe nicht negative Erlebnisse dazu. Egal, wie herausfordernd der Tag gewesen sein mag.

Dankbarer Rückblick mit dem Fünf-Jahres-Tagesbuch

Eine schöne Variante dieser Dankbarkeitsübung ist das Fünf-Jahres-Tagesbuch. In diesem Buch stehen unter jedem Datum fünf leere Abschnitte. Du füllst nun die obere Zeile aus und gehst am nächsten Tag zum neuen Datum. Im darauffolgenden Jahr schreibst du in dem zweiten Abschnitt weiter. Nun siehst du, wofür du vor 12 Monaten zuvor dankbar warst. Das kann dich erneut bestärken und dich an das positive Lebensgefühl erinnern.

Symbol der Dankbarkeit suchen

Hast du etwas in deinem Zuhause, was dir besonders viel Freude macht? Eine schöne Vase, einen Stein oder eine Buddha-Figur beispielsweise? Mache sie zu deinem Dankbarkeits-Symbol. Wann immer du sie siehst, denkst du an etwas, für das du in diesem Moment dankbar bist.

Dankbarkeitsroutinen nutzen

Dir fällt es schwer, ein Symbol zu finden? Dann kannst du dir alternativ auch eine Routine überlegen, die du mit Dankbarkeit verknüpfen möchtest. Musst du beispielsweise jeden Morgen oder Abend an der Bushaltestelle warten und ärgerst dich normalerweise über die Verspätungen oder den engen Platz? Dann verändere diese Zeit in eine Dankbarkeitsübung. Überleg dir jedes Mal an dieser Stelle, wofür die dankbar bist. Denke dabei nicht groß, sondern nimm innerlich jedes Detail wahr: der Tee am Morgen, die erholsame Nacht beziehungsweise das schöne Gespräch in der Mittagspause. Dir fallen bestimmt viele Dinge ein, wenn du mit Achtsamkeit nachdenkst.

Die Fünf-Bohnen-Übung

Für diese Dankbarkeitsübung steckst du dir fünf Bohnen (alternativ Münzen, kleine Steine o.ä.) in eine Jacken- oder Hosentasche. Jedes Mal am Tag, wenn du bewusst für etwas dankbar bist, wandert eine Bohne von einer Taschenseite zur anderen. Wenn am Ende des Tages alle Bohnen die Seite gewechselt haben, hast du deine Dankbarkeit optimal trainiert.

Dankbarkeitsmeditation für mehr Zufriedenheit

Auch während der Meditation können wir unsere Dankbarkeit trainieren.

  1. Setze dich dafür aufrecht hin, lege die Hände auf deinen Oberschenkeln ab, mit den Handflächen nach oben. Alternativ kannst du die Hände ineinander legen.

  2. Atme dreimal tief in den Bauch ein und durch den Mund aus.

  3. Führe nun deine Aufmerksamkeit auf dein Herz. Stelle ihn dir als einen Raum vor, der mit Wärme durchflutet und mit Liebe für dich ausgefüllt ist. Dort bist du willkommen, so wie du bist.

  4. Bleibe mit deinem Herzen verbunden und sage dir nun drei Dinge vor, für die du an diesem Tag dankbar bist.

  5. Verweile etwas in diesem Gefühl, aber folge dabei keinem Gedanken. Spüre in dich hinein, ohne zu werten.

  6. Kehre dann bewusst in die Energie deines Herzens zurück.

  7. Öffne sanft die Augen und beende deine Meditation, indem du deine Hände vor dem Herzen zusammenführst.

Du brauchst Unterstützung auf deinem Weg der Dankbarkeit? Du fragst dich, wofür du dankbar sein kannst und wie du die positiven Dinge in deinem Alltag wahrnehmen kannst? Dann frage einen Berater oder eine Beraterin auf Aurea, damit ihr zusammen erarbeiten könnt, worauf du deine positiven Gedanken lenken kannst.

Welche Farbe steht für Dankbarkeit?

Rosa steht für Schönheit, Respekt, Mitgefühl, aber auch für Dankbarkeit. In der Chakrenlehre steht diese Farbe – neben Grün – für das Herz. Also dem Ort, in dem wir körperlich auch die Dankbarkeit verorten.

Wenn du deine Dankbarkeit trainieren möchtest, stell dir also rosa Schnittblumen in dein Zuhause oder ziehe etwas Rosafarbenes an. Die Farbe erinnert dich daran, dass du an diesem Tag vor allem an das Positive im Leben denken darfst.

Welche Blume steht für Dankbarkeit?

Blumen sind ein wunderbares Geschenk und deshalb ein gutes Symbol für Dankbarkeit. Indem wir sie jemanden mitbringen, sagen wir: „Ich bin dankbar für die Einladung“ oder „Ich bin dankbar, dass es dich gibt“. In diesem Fall richten wir die Dankbarkeit nicht nach innen, sondern geben sie jemanden anderen. Auch das hilft uns, positiver zu denken. Doch Vorsicht: Schenke Blumen nur, weil du es möchtest und nicht, weil du dich verpflichtet fühlst.

Nelken stehen übrigens besonders für das Thema Dankbarkeit. Deshalb kannst du sie auch selbst als Erinnerungssymbol nutzen.

Welcher Stein steht für Dankbarkeit?

Wer mit Heilsteinen arbeitet, kann sich den lilafarbenen Amethyst als Unterstützung besorgen. Dieser Stein schenkt inneren Frieden und einen klaren Geist. Dadurch, dass er die Konzentration fördert, kannst du dich auf die positiven Dinge besinnen und deine Dankbarkeit üben. Trage ihn einfach als Kettenanhänger oder lege ihn in eine Schale. Denke daran, einen Amethyst regelmäßig energetisch aufzuladen. Dafür gibt es ganz unterschiedliche Methoden. Eine davon wäre, ihn mit Wasser zu säubern und über Nacht im Mondlicht zu trocknen.

Dankbarkeit ist also unser Glück im Alltag. Sie ist immer da, wenn wir es wollen und kann unsere Stimmung automatisch heben.