Chronische Erschöpfung: Was du dagegen unternehmen kannst

Du leidest an chronischer Erschöpfung, kannst dir aber einfach nicht erklären, woran es liegen könnte? Das Chronic Fatigue Syndrom (kurz: CFS), auch myalgischer Enzephalomyelitis (ME) genannt, ist eine häufige Folgeerscheinung einer durchgemachten Covid-Infektion und geht mit einigen Symptomen einher.

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Chronische Erschöpfung: Wenn dein Körper überlastet und müde ist. Foto: iStock/nikkimeel

Wann spricht man von chronischer Erschöpfung?

Bei dem chronischen Ermüdungssyndrom handelt es sich um einen Zustand körperlicher, geistiger oder seelischer Überlastung, welcher nicht selten mindestens sechs Monate lang anhält. Nach den internationalen Konsenskriterien treten folgende Symptome häufig auf:

  • Müdigkeit

  • Schlafstörungen

  • Nervosität

  • Kopfschmerzen

  • Konzentrationsschwäche

Deswegen fühlen sich auch von CFS Betroffene oft ausgelaugt und können sich oft nur noch schwer konzentrieren oder anstrengende Tätigkeiten verrichten.

Welche Ursachen kann das Erschöpfungssyndrom haben?

Es gibt verschiedene Faktoren, die das chronische Müdigkeitssyndrom begünstigen. Zum Beispiel können etwa psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Stress Auslöser für deine Beschwerden sein. Denkbar sind aber auch Ursachen wie Schlafstörungen oder virale Infektionen, darunter auch das Covid-Virus, die zu einer chronischen Erschöpfung führen.

Was kannst du gegen chronische Erschöpfung tun?

Wenn du die Befürchtung hast, an CFS zu leiden, bist du gut damit beraten, im ersten Schritt zum Arzt zu gehen. Dieser kann dir Gewissheit geben und eine fundierte Diagnose hinsichtlich des chronischen Erschöpfungssyndroms stellen. Weiters kannst du einige Dinge tun, um deine Symptome zu lindern:

  • Versuche, dich so gut wie möglich zu entspannen. Stress und Anspannung können deine Symptome nur noch verstärken.

  • Gestalte deinen Alltag ruhiger. Starte deinen Tag mit einer gemütlichen Tasse Tee oder Kaffee, gib dir Zeit für ein ausgiebiges Frühstück. Und vor allem solltest du vermeiden, direkt nach dem Aufstehen in Hektik zu verfallen.

  • Nimm dir immer wieder kleine Pausen, um zu entspannen und neue Kraft zu schöpfen.

  • In stressigen Situationen atme bewusst tief ein und aus. Dadurch nimmst du automatisch die Anspannung aus deinem Körper.

  • Mache regelmäßig Sport, um dich auch körperlich fit zu halten – am besten draußen an der frischen Luft, da Sonnenschein und Natur sich auch auf die Psyche positiv auswirken.

  • Achte auf eine gesunde Ernährung, trinke ausreichend Wasser und einer der wichtigsten Aspekte: Höre auf deinen eigenen Körper.

Welche Rolle spielt die Schlafqualität bei der Entstehung von chronischer Erschöpfung?

Dein Schlaf hat einen beträchtlichen Einfluss auf deine Lebensqualität. Ein schlechter Schlaf kann dazu führen, dass dein Körper sich über Nacht nicht erholen kann und du tagsüber müde und erschöpft bist. Kann sich dein Körper über einen längeren Zeitraum nicht erholen, ist er anfälliger für Krankheiten und Viren, da auch das Immunsystem durch mangelnden Schlaf geschwächt wird. Und Viren, wie zum Beispiel das Epstein-Barr- oder Corona-Virus, führen in weiterer Folge dazu, dass deine Erschöpfung langfristig anhält, also chronisch wird. Um dies zu vermeiden, solltest du für eine gute Schlafqualität sorgen. Dafür musst du der Ursache deiner Schlafstörung auf den Grund gehen.

In den häufigsten Fällen ist die Ursache Stress. Stress kann sowohl physisch als auch mental sein und deinen Körper in Alarmbereitschaft versetzen. Dies verhindert, dass du vollständig entspannen und einschlafen kannst. Schlaflosigkeit behindert die körperliche Erholung. Wenn man nicht genug schläft, hat der Körper keine Chance, sich richtig zu erholen. Um also deine Schlafstörungen in den Griff zu bekommen, um in weiterer Folge eine chronische Erschöpfung zu vermeiden, musst du deinen Stresspegel im Alltag reduzieren.

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Ist Burnout eine chronische Erschöpfung?

Auch beim Burnout-Syndrom spricht man von einem Zustand geistiger und körperlicher (Über)-Anstrengung. Im Gegensatz zur Fatigue entsteht diese aber durch übermäßige Beanspruchung im Beruf und Alltag – und ist keine Folgeerscheinung einer Viruserkrankung. Wenn du an Burnout erkrankst, solltest du dir dringend psychologische Hilfe suchen, da diese psychische Erkrankung leider auch zu einer Berufsunfähigkeit führen kann. Dies ist von daher ein ernstzunehmendes Problem.

Long Covid & Müdigkeit

Long Covid ist eine gesundheitliche Langzeitfolge, die nach einer überstandenen Corona-Infektion auftreten kann. Davon sind hauptsächlich Symptome betroffen, die mehr als 4 Wochen nach Auftritt der Krankheit fortbestehen oder neu dazukommen. Allerdings sind die berichteten Symptome sehr unterschiedlich, weswegen es auch kein einheitliches Krankheitsbild für Post-Covid gibt. Unter anderem wurde aber über folgende Beschwerden berichtet:

  • Langanhaltende Müdigkeit

  • Erschöpfung

  • Eingeschränkte Belastbarkeit (Fatigue)

  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme

  • Schlafstörungen

  • Muskelschwäche und Muskelschmerzen

Diese Symptome treten auch bei chronischer Erschöpfung auf, weswegen Du diese auch als Nachfolgewirkung einer Virusinfektion ansehen kannst.

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Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Für das im Englischen bezeichnete Systemic Exertion Intolerance Disease (kurz: SEID) gibt es keine einheitliche Behandlungsmethode. Allerdings können vor allem die körperlichen Symptome, wie zum Beispiel Muskelschmerzen, mithilfe von Schmerzmittel gelindert werden. Auch die Verabreichung von schlaffördernden Medikamenten wirken Schlafstörungen entgegen. Da aber CFS-Patient:innen häufig auch an psychischen Erkrankungen aufgrund einer chronischen Ermüdung leiden, bieten sich auch viele nicht-medikamentöse Behandlungsoptionen an.

Die Verhaltenstherapie als nicht-medikamentöse Therapieform

Wenn du von CFS betroffen bist, kann dir eine Verhaltenstherapie dabei helfen, die Ursache der Erschöpfungssymptome zu finden und anschließend daran entsprechende Lösungsansätze zu entwickeln. In vielen Fällen ist es nämlich so, dass die chronische Erschöpfung auf eine Fehlfunktion des Stresssystems im Körper zurückzuführen ist. Durch die Verhaltenstherapie kannst du lernen, wie du mit Stress im Alltag umgehst. Zum Beispiel durch ein besseres Verständnis deiner Gedanken und die Art und Weise, wie du sie steuerst. Diese Behandlungsmethode ist in der Regel sehr effektiv und kann dir dabei helfen, wieder ein normales und erfülltes Leben zu führen.

Weitere Therapieformen

Nicht nur die Verhaltenstherapie kann Dir bei CFS helfen. Viele Reha-Kliniken haben sich auf die Behandlung des chronischen Erschöpfungssyndroms spezialisiert. So bieten sie viele multimodale Therapien für CFS-Betroffene an, wie etwa:

  • Lichttherapien

  • Angstbewältigungstrainings

  • Entspannungsmethoden

  • Entspannungstechniken

  • Einzel- und Gruppenpsychotherapien

Du hattest keinen viralen Infekt und zeigst keine typischen Krankheitssymptome chronischer Erschöpfung, fühlst dich aber ständig energielos und müde? Dies kann viele Ursachen haben, denen du auf den Grund gehen solltest. Unsere Berater:innen unterstützen dich gerne dabei und verraten dir, was du tun kannst, um dein allgemeines Wohlbefinden zu verbessern. Registriere dich und sichere dir 30€ Startguthaben.