Mindset & Spiritualität

Affirmation: Bedeutung und Anwendung

Das Wort Affirmation leitet sich von dem lateinischen Wort affirmatiō ab und bedeutet so viel wie „Versicherung“ oder „Beteuerung“. In der Esoterik spricht man über eine bewusst ausgedrückte Haltung, die positive Eigenschaften besitzt. Diese positiven Glaubenssätze beeinflussen den eigenen Geist und besitzen eine selbstbejahende Wirkung. Kurz gesagt, bei einer Affirmation handelt es sich um ein Mantra, durch welches du zu mehr Erfolg und einem höheren Selbstwertgefühl im Alltag kommst – zumindest, sofern du sie richtig anwendest. Vor allem in der heutigen, hektischen Zeit haben Affirmationen eine große Bedeutung.

Affirmation Bedeutung Grafik mit zwei Menschen
Ein positives Mindset kann durch die richtigen Affirmationen gesteuert werden. Foto: iStock/ma_rish

Wie wirken Affirmationen?

Positive Affirmationen sind alles andere als neu, die Methode wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts von dem Apotheker und Autor Emil Coué beschrieben. Durch die Anwendung dieses Ansatzes kannst du dein Unterbewusstsein neu strukturieren und es positiv beeinflussen. Dabei ist das regelmäßige Wiederholen von größter Bedeutung. Durch die Wiederholung schaffst du es, den Alltag besser zu meistern und komplexe Aufgaben zu bewältigen. Darüber hinaus ist es mit Affirmationen möglich, Halt zu finden. Die tägliche Affirmation nimmt Einfluss auf das Denken und Handeln. Ein selbstbejahender Satz kann sich also äußerst positiv auf dein Wohlbefinden auswirken.

Dies belegt auch eine Studie aus dem Jahr 2015. Dabei hat sich herausgestellt, dass sich das Belohnungszentrum sowie das Zentrum für Selbstreflexion durch positive Gedanken verstärkt aktivieren. Diese Aktivitäten waren umso ausgeprägter, je weiter sich die Gedanken auf die Zukunft richteten. Durch einen bejahenden Satz, mit dem man beispielsweise ausdrückt, mehr Geld verdienen zu wollen, ist dies also tatsächlich möglich.

Durch eine positive Affirmation ist es dir weiterhin möglich, konzentriert an schwierigen Aufgaben zu arbeiten und diese besser zu bewältigen. Betreibst du eine dauerhafte positive Affirmation, profitieren übrigens auch andere davon. Du kannst damit also auch bei anderen Menschen Selbstvertrauen aufbauen. Insofern sind positive Gedanken etwas sehr Wertvolles. Durch eine positive Verstärkung verfällst du ebenso weniger schnell in Stress, was wiederum optimal für den eigenen Körper und das Wohlbefinden ist.

Die Bedeutung einer Affirmation sollte Dir aber bewusst sein, damit diese auch wirken kann. Es ist wichtig, diese jeden Tag mehrmals zu wiederholen. Lege am besten bereits nach dem Aufstehen los. Die tägliche, bewusste Wiederholung positiver Sätze und Mantren kannst du leicht als Dein Ritual ansehen, das dir hilft, den Alltag zu bewältigen und dich selbst nicht aus den Augen zu verlieren.

Hilfreiche Affirmationen für den Alltag

Positive Affirmationen können in vielen Bereichen des Lebens unterstützend wirken. So gibt es welche für die Liebe, das Glück oder auch für finanzielle Dinge. Dabei kommt deiner positiven Affirmation eine große Bedeutung zu. Bevor du die richtige positive Affirmation aussuchst, gibt es bestimmte Punkte zu berücksichtigen:

  • Es ist wichtig, sich selbst zu kennen! Der persönliche Glaubenssatz behandelt die eigenen zentralen Werte. Nur wenn Du das berücksichtigst, kann deine Phrase dich selbst in schwierigen Zeiten unterstützen.

  • Ein weiterer wichtiger Punkt ist die passende Formulierung der Affirmation. Dieser kommt eine hohe Bedeutung zu, da mit der Affirmation versucht wird, das eigene Unterbewusstsein umzuprogrammieren. Daher musst du der eigenen positiven Affirmation auch Glauben schenken. Eine passende Phrase, wenn du krank bist, kann beispielsweise sein: „Ich werde wieder gesund!“

  • Eine Verstärkung der Affirmation tritt dann ein, wenn du nach dieser handeln kannst.

Der Effekt einer positiven Affirmation ist selbstbejahend. Dieser verstärkt sich, je öfter du die Phrase wiederholst. Übliche positive Affirmationen sind zum Beispiel:

  • Liebe erfüllt mich

  • Es ist machbar

  • Es ist schwierig, aber möglich

  • Ich achte mich

  • Jeden Tag komme ich meinen Zielen ein Stück näher

  • Ich vertraue auf meine Fähigkeiten

  • Ich entscheide über meinen Wohlstand

Wie schnell wirkt eine Affirmation?

Um die Gedanken durch Affirmationen dauerhaft zu stärken, sind regelmäßige Wiederholungen von großer Bedeutung. Vor allem zu Beginn ist es wichtig, dass du dir mindestens dreimal täglich fünf Minuten Zeit nimmst. Darüber hinaus solltest du die Affirmation regelmäßig anwenden. Führst du sie nur hin und wieder mal durch, so kann sie nicht richtig wirken. Bis du dich an die neuen Glaubenssätze gewöhnt hast, benötigst du mindestens einen Monat Zeit.

Möchtest du die Wirkung verstärken, kannst du die Affirmation pro Anwendung etwa fünfzehn bis zwanzigmal aufschreiben und nicht nur aufsagen. Du kannst dafür zum Beispiel ein eigenes kleines Journal anlegen, welches du nach deinen eigenen Vorlieben gestaltest. Sobald du dich dann mal niedergeschlagen oder mutlos fühlst, kannst du in deinem Buch schmökern und dich damit wieder positiv bestärken.

Noch besser wirkt eine positive Affirmation, wenn du deine Glaubenssätze visualisierst. Möchtest du dich beispielsweise ruhig und gelassen fühlen, stell dir einfach ein prasselndes Kaminfeuer oder ein blühendes Lavendelfeld vor. Willst du hingegen mehr Geld verdienen, so kannst du dir (je nach Vorliebe) beispielsweise einen schicken Sportwagen vorstellen. Aber Obacht: Die Bedeutung einer Affirmation nimmt mit der Glaubwürdigkeit zu.

Wann hat eine Affirmation negative Auswirkungen?

Eine Affirmation kann selbstverständlich auch gefährlich werden. Leidest du unter starken Selbstzweifeln, kannst du diese durch negative Glaubenssätze deutlich verstärken. Redest du dir jeden Tag ein, dass du nicht gut genug bist, manifestiert sich das in deinem Inneren und wird zu einem Selbstläufer. Das kann das eigene Leben stark beeinträchtigen und kann sogar in einer Depression münden. So weit darf es also gar nicht erst kommen. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, sich selbst gut zu kennen. Nur so kann die Affirmation auch ihre Wirkung entfalten und auf lange Sicht können positive Affirmationen die negativen ersetzen.

Du kannst aus einer negativen Affirmation eine positive machen, indem du sie entsprechend umformulierst. Wenn du dir selbst sagst, dass du nie etwas erreichen wirst, erschüttert dieser Satz dein Selbstvertrauen. An der Stelle musst du also versuchen, eine Umpolung zu erreichen. Dafür musst du dir zuerst einmal selbst eingestehen, dass dieser Satz nicht der Wahrheit entspricht und dass du es in der Hand hast, etwas zu ändern. Entscheidend ist vor allem, dass du damit anfängst und nicht auf Dauer an deinen negativen Glaubensgrundsätzen festhältst. Das ist natürlich nicht einfach – denn die negativen Affirmationen bestehen oft schon seit vielen Jahren und haben sich in deinem Inneren festgesetzt. Formulierst du also „Ich erreiche nie etwas“ um in „Ich kann alles erreichen“ ist das zuerst einmal ungewohnt – aber sei dir gewiss: Es wird dir mit der Zeit immer leichter fallen, diesen Gedanken auszusprechen und an ihn zu glauben.

Merkst du aber, dass du einen gewissen Widerwillen gegen eine Formulierung hast, dann solltest du dir unbedingt eine andere Affirmation suchen. Eine positive Affirmation solltest du übrigens auch nicht anwenden, wenn du tatsächliche Defizite hast. In solchen Fällen wäre dann die Bedeutung einer Affirmation völlig falsch und würde nicht zum Ziel führen. Besitzt du beispielsweise eine Lese-Rechtschreib-Schwäche, so hilft dir der Glaubensgrundsatz nicht weiter, dass du fehlerfrei schreiben und lesen kannst. Ernsthafte Probleme solltest du also auf jeden Fall angehen und nicht durch positive Affirmationen leugnen. Weißt du hingegen, dass du etwas gut kannst und es dir nur nicht zutraust, dann hilft dir der positive Glaubensgrundsatz gut weiter. Hast du weitere Fragen dazu oder möchtest mehr über mögliche Affirmationen wissen, die zu dir passen könnten, dann stehen dir unsere Berater*innen gerne zur Seite.